F.M.Alexander

wurde 1869 in Tasmanien geboren, er begann als junger Mann eine Karriere als Rezitator, die jedoch bald durch massive Stimmprobleme bedroht war.  Da alle ärztlichen Ratschläge, Kuren und Medikamente nicht halfen, kam F.M.Alexander auf die Idee, Hilfe darin zu suchen, dass er sich selbst beim Rezitieren im Spiegel beobachtete, da die Probleme nur dann auftraten, wenn er laut sprach. Also, folgerte er, war es sein eigenes Tun, das die Probleme verursachte. In monatelangen Beobachtungen und Versuchen machte er verschiedene Beobachtungen: Beim Rezitieren  verspannte er  den Hals, drückte damit seinen Kopf nach unten, verkürzte so seine Wirbelsäule und verkrampfte deswegen seine Füße. Ließ er die Spannungen im Hals los, ließen alle anderen Spannungsmuster ebenfalls nach. Das primäre Muster war entdeckt.  

Allein der Wunsch zu rezitieren ließ die Spannungen auftreten und es gab keinen Weg dies zu unterdrücken. F.M. Alexander gab sich selbst die mentale Anweisung den Hals loszulassen, um Kopf, Rücken und Beinen die nötige Freiheit zu geben, aber jeder noch so geringe Impuls zu sprechen, ließ die alten Spannungen wieder auftreten. Erst als er die Anweisungen wichtiger nahm als das Ziel, das Erreichen des Ziels hintenanstellte, gelang es ihm, beides miteinander zu verbinden.      

F.M.Alexanders Entdeckung machte die Runde unter Schauspielern und Freunden, er wurde gebeten, seine Erfahrungen weiter zu geben. Seine Erfolge im Weitervermitteln seiner Methode gaben ihm Recht und 1904 verließ er Australien mit dem Zielort London, um dort seine Arbeit fortzusetzen. Reisen und Aufenthalte in den USA kamen dazu.  1924 integrierte er seine Methode in eine Grundschule, 1931 eröffnete er die erste Ausbildungsklasse für Lehrer der F.M.Alexander-Technik. F.M.Alexander starb 1955 in London.

Copyright: Henrieke Gosch